Klaus und die Welt Reisebüro

Reiten in Kirgistan 2019

Reiten in Kirgistan: Zu Pferd über Kirgistans Almen und Pässe

Kirgistan ist ein ausgesprochenes Gebirgsland, fast die Hälfte des Landes liegt über 3.000 m. Zu diesem Land gehört nahezu der gesamte Westteil des Tienschan mit dem 7.439 m hohen Pik Pobeda im östlichen Teil des Landes sowie der nordwestliche Teil des Pamir Gebirges mit dem zweithöchsten Berg Pik Lenin, 7.134 m. Am dichtesten besiedelt sind die Täler der Flüsse Tschui und Talas im Norden sowie die Issyk Köl Senke mit dem gleichnamigen See, dem größten im Land und dem zweitgrößten Gebirgssee der Welt. Mit den ihn umgebenden schneebedeckten Gipfeln bildet er eine traumhafte Kulisse.

Aus den großen Höhen- und Klimaunterschieden ergeben sich einzigartige ökologische Bedingungen und die große Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt.

In Kirgistan findet man fast alle wichtigen Vegetationszonen, die gekennzeichnet sind durch Halbwüsten, Trocken-, Wiesen- und Hochgebirgssteppen, Gebirgswälder, Breitlaubwälder, Hochgebirgs-Trockenwälder, subalpine und alpine Wiesen, außerdem Niedermoore der Flußauen, Hochgebirgs-Niedermoore und Auwälder. Kirgistan wird gerne als die Schweiz Mittelasiens bezeichnet, was als stark untertrieben gelten darf. Die Landschaften sind vielfältiger, die Berge bedeutend höher. Schroffe Canyons und beeindruckende Flußterrassen, Gletscher, die zu den längsten der Welt gehören, z.B. der zweitlängste außerhalb des Polgebietes mit 59km Länge, der Inyltschek Gletscher. Zwischen den langgestreckten Gebirgsketten gibt es ausgedehnte Hochebenen mit zauberhaften Seen, wo die Nomaden im Sommer mit ihren Herden leben und in Jurten wohnen. Eine große Anzahl von seltenen, unter Schutz stehenden Tieren, z.B. Marco-Polo-Schafe, Wölfe und prächtige Schneeleoparden haben in den Bergen ihr Rückzugsgebiet.

Im Preis enthalten:

  • Alle Übernachtungen
  • Alle Transfers und Fahrten
  • Alle Mahlzeiten
  • Alkoholfreie Getränke zu den Mahlzeiten (typischerweise Tee, Säfte)
  • Deutschsprachiger Reisebegleiter
  • Bergführer, Koch (eine Person)
  • Pferde mit Betreuer während der Reittage
  • Adlerjagd Vorführung
  • Besichtigung der Filzherstellung
  • Wasser während der Reise
  • Alle Eintritte

Nicht im Preis enthalten:

  • Flug (Wir bieten Ihnen den Flug gerne mit an)
  • Eigene Einkäufe
  • Alkoholische Getränke
  • Schlafsack, Reitchaps und Reithelm

Preise in Euro:

  • Preis pro Person bei Buchung von 10 Personen: 1.550,-
  • Preis pro Person bei Buchung von 8 bis 9 Personen: 1.650,-
  • Preis pro Person bei Buchung von 6 bis 7 Personen: 1.750,-
  • Preis pro Person bei Buchung von 4 bis 5 Personen: 2.100,-
  • Preis pro Person bei Buchung von 2 bis 3 Personen: 2.900,-
  • Preis pro Person bei Buchung von 1 Person: auf Anfrage
  • Einzelzimmerzuschlag: Auf Anfrage (Im Hotel Einzelzimmer möglich, nicht in der Jurte oder im Zelt)
  • beste Reisezeit: Juli bis September
  • 17 Tage zu Ihrem Wunschtermin (18 Tage mit Anreise)
  • jetzt buchbar
  • Preise siehe Textbeschreibung

1. Tag, Ankunft in Bischkek

Nach der Ankunft werden Sie vom Flughafen zum Hotel gebracht, wo Sie sich etwas ausruhen können. Nach einem kirgisischen Mittagessen besuchen wir den Osch Basar, der während der Sowjetzeit eröffnet und 2001 renoviert wurde. Zwischen Gewürzen und allen Düften des Orients finden Sie verschiedene, interessante, landestypische Lebensmittel (Obst, Gemüse, Trockenobst,…) ebenso wie Geräte und Werkzeuge, die man nicht mehr oder aber wieder brauchen kann. Genießen Sie die Atmosphäre und das fröhliche Treiben. Danach besuchen wir im Zentrum den Ala Too Platz mit dem Historischen Staatsmuseum, die Erkindik (Freiheits) – Statue, den Platz des Sieges. Bischkek ist eine sehr grüne Stadt, in den Parkanlagen, auf den Straßen und Plätzen wachsen viele tausend Obst- und Zierbäume, Eichen Birken, Pappeln und Kastanien. Wir stärken uns mit echtem kirgisischen Bier und essen zu Abend in einem sehr schönen Restaurant.

Übernachtung im Hotel.

2. Tag, Reiten von der Boom Schlucht zur Pilon Schlucht

Wir fahren mit dem Bus auf einer guten Autobahn ca. 2 Stunden zur Boom Schlucht, einem engen Flußtal im Norden Kirgistans. Die Pferde warten schon neben der Statue eines Schneeleoparden. Wir reiten auf einem schmalen Pfad, vorbei an Pferde- und Schafherden, in Begleitung von lokalen, kirgisischen Freunden zur Schlucht Pilon. Nach einem einstündigen Ritt durch die Schlucht kommen wir zu einem Bauernhof, von dort es geht weiter einen schmalen Pfad entlang hinauf auf ein Plateau. Ein wunderschöner Blick in die rote Schlucht bildet den Höhepunkt und Abschluß der heutigen Landschaftsreise.

Die kirgisischen Pferde – eine Kreuzung zwischen ursprünglichen kirgisischen und russischen Pferden – sind ruhig, absolut trittsicher und an die schmalen Pfade der Berge gewöhnt. Weder steile Passagen noch Flußdurchquerungen bringen sie aus ihrer Gelassenheit, sie sind speziell für solche Trekkingtouren ausgebildet. Es werden traditionelle kirgisische Sättel verwendet, die aufgrund ihres dicken Schafsfells auch bei längeren Reitpassagen äußerst komfortabel sind.

Wir übernachten in einem Zeltlager auf 2.150 m
Reitzeit: ca. 4 h

3. Tag, Trekking durch die Kolkhoz Schlucht zum Zeltlager Tujuk

Wir reiten auf einem sich verengenden Weg bis zum rechten Flußufer und weiter in die Schlucht hinein. Wir genießen die prachtvolle Pflanzenwelt und erreichen die riesigen Weiden, wo die Nomaden im Sommer ihre Herden halten und in Jurten schlafen. Es gab hier kollektive Bauernhöfe, die aber zugunsten der Viehzucht schon vor vielen Jahren aufgegeben wurden.

Aus der Schlucht des Flusses Tujuk reiten wir ins Tal des Saryjaz, wo wir im Anblick schneebedeckter Berge unser Zeltlager errichten.

Reitzeit: ca. 6 h

4. Tag, Reiten durch die Belbulak Schlucht

Ein schöner Weg, gesäumt von Nadelbäumen mit herrlichen Ausblicken auf Berge und schneebedeckte Gipfel führt uns in die Belbulak Schlucht. Auf einem schmalen Pfad kann man bis zur Furt reiten oder auch durch das Wasser. Nach einer weiteren Stunde gelangen wir zu einem Jurtenlager der Einheimischen, wo wir unsere Zelte aufstellen.

Reitzeit: ca. 5 h

5. Tag, Reiten durch das Schamsy Tal

Wir reiten aus dem Tal heraus, überqueren mehrere kleine Flüsse und schlagen unser nächstes Lager in der Schamsy Schlucht in der Höhe von 2.980 m auf. Im Juli ist der Talboden übersät mit einem Meer aus unterschiedlichen Blumen und die weichen Konturen der hügeligen Umgebung tragen das Ihre zu einem wunderschönen Anblick bei.

Übernachtung im Zeltlager
Reitzeit: ca. 6 h

 

6. Tag, Reiten nach Sarala Saz

Unser Aufstieg am Rücken der Pferde bis auf 3.570 m geht über dieses Blumenmeer, von oben können wir noch einmal die herrliche Aussicht auf die Schlucht genießen. Es geht wieder bergab ins Tal zum Ende des Canyons.

Übernachtung im Zeltlager
Reitzeit: ca. 5 h

7. Tag, Sarala Saz - Kaschka Suu Tal

Heute reiten wir entlang des Sarala-Saz Tales hinunter bis hinunter zum Kaschka-Suu Tal, wo man Wilden Rhabarber essen und abends das „Alpenglühen“ der Berge im Süden beobachten kann. Im Winter gibt es sogar mit einem Doppelsessellift Skibetrieb. Wir treffen Nomaden, die sich gerne mit uns „unterhalten“, sei es mittels „Sprachbrocken“ oder mit „Händen und Füßen“.

Übernachtung im Zeltlager
Reitzeit: ca. 6 h

 

8, Tag, Kaschka Suu Tal - Buchuk Paß - Sook Tal

Unser heutiger Ritt geht über den 3.400 m hohen Buchuk Paß, dann geht es wieder bergab ins schöne Sook Tal.

Übernachtung im Zeltlager auf 2.300 m

9. Tag, Ruhe und Entspannung im Sook Tal

Sie können heute herum spazieren, die Seele baumeln lassen, die unberührte Natur entdecken und genießen oder in Ruhe fotografische Eindrücke sammeln. Wilde Zwiebel und viele andere schöne Bergpflanzen gedeihen hier.

Zeltlager auf 2.300 m

 

10. Tag Sook Tal - Kum Bel Paß - Koldu Suu Tal

Wir verlassen das Sook Tal und reiten über den Kum-Bel Paß, 3.600 m, hinunter zum Koldu-Suu Tal. Von der Paßhöhe haben wir eine wunderbare Aussicht, ein toller Platz zum Fotografieren! 

Zeltlager auf 2.350 m

11. Tag, Koldu Suu Tal - Char Archa Paß - Char Archa Tal

Nach dem Verlassen des Zeltplatzes reiten wir über den Char Archa Paß, 3.061 m, in das Char Archa Tal.

Zeltlager auf 2.200 m

12. Tag, Char Archa Tal - Jaman Echki Tal

Nach dem Frühstück geht der Ritt zum Kilemche Tal. Wir überqueren den Paß Jalgyz Karagai (übersetzt: Fichte) und gelangen ins Jaman Echki Tal.

Übernachtung in Jurten auf 3.000 m

13. Tag, Song Köl

Sie können den ganzen Tag auf dem Rücken der Pferde an diesem wunderbaren See Song-Köl verbringen oder auch auf eigenen Beinen unterwegs sein. Der See und die ihn umgebende Hochebene auf 3.000 m Höhe bilden eine der schönsten Naturkulissen Mittelasiens. Auf den umliegenden Buckelwiesen finden sich Edelweiß und eine ganze Palette wunderschöner alpiner Pflanzen. Nomaden, die hier die Sommerweiden für ihre Tiere haben, laden uns zum Nomadenbier „Kymys“ (fermentierte Stutenmilch) und zu kirgisischem Schafkäse, dem Kurut, ein. Wir treffen am Seeufer lokale Fischer, die viel über das Leben am See erzählen können, weil sie auch manchmal hier überwintern, bei bis zu -40 °C. Wir besuchen die Steine von Manas und hören die Geschichte über alte kirgisische Athleten. Abends besuchen wir den Moldo Ashuu Paß in 3.346 m Höhe.

Übernachtung in Jurten

14. Tag, Song Köl - Issyk Köl (Tong)

Am Morgen fahren wir vom See Richtung Osten und über den 3448m hohen Kalmak Ashuu Paß Richtung Kotschkor. Auf dem Weg dorthin kommen wir durch das Tölök Tal mit wunderschönen, verschieden farbigen Gesteinsformationen. In Kotschkor wird uns von einer Familie die traditionelle Herstellung von Filzteppichen gezeigt und wir besuchen ein Handwerksmuseum. Danach erreichen wir das „Meer der Kirgisen“, den zweit größten Gebirgssee der Welt, Issyk-Köl, fast 200 km lang und 80 km breit, auf 1.608 m Höhe gelegen. Er hat ca. 80 Zuflüsse, aber keinen Abfluß, daher versalzt das Wasser langsam. Seit 2003 gehört er zum UNESCO Biosphärenreservat. Sein tiefblaues Wasser und die schneebedeckten Berge an der Grenze zu Kasachstan im Hintergrund begeistern Auge und Seele.

Abendessen und Übernachtung im Jurtencamp

15. Tag, Issyk Köl

Nach den vielen Tagen hoch zu Roß tut Ihnen ein Tag zur freien Verfügung mit Strandspaziergängen und Baden im See sicher sehr gut.

Optional: Besuch des fünf Kilometer langen weitverzweigten Skazka (Märchen)-Canyons. Wind und Wetter haben aus den bunten und roten Lehmbergen fantastische Türme, Zinnen, Tierfiguren, Durchgänge und geheimnisvolle Winkel gebaut. Im Hintergrund die blaue Oberfläche des Sees und die schneebedeckten Viertausender – wirklich märchenhaft!

16. Tag, Issyk Köl - Bischkek

Heute reisen wir über die südliche Seeseite Richtung Hauptstadt. Wir machen einen Stop im Dorf Bokonbajev, wo uns ein Jäger die tradtionelle Jagd mit Adlern und Falken zeigt. Wir erfahren viel über das Geschick und die Ausbildung der schönen Vögel.

Abendessen in einem Restaurant in Bischkek und Übernachtung im Hotel

17. Tag, Rückreise

Mit unvergeßlichen Eindrücken aus Kirgistan geht es heute Richtung Heimat. Flüge nach Europa starten in Bischkek traditionell am Morgen oder am Vormittag. Selbstverständlich werden Sie rechtzeitig zum Flughafen gebracht.

Klaus und die Welt wünscht Ihnen eine gute Heimreise!